Tipps für Scooter-Umbau

Der Scooter-Umbau ist nichts für Einsteiger

Wenn Kraftfahrer im Stau schwitzen, weil sie seit Stunden in ihrem Pkw oder Lkw nicht vorwärts kommen, können andere darüber nur lächeln. Gemeint sind die Roller-Freaks. Die Fahrer auf zwei Rädern kennen solche Probleme nicht. Mit ihren Gefährten kommen sie fast überall durch, eine Staugefahr gibt es für sie nicht.  Einige von ihnen sind aber kaum zu stoppen. Sie schießen förmlich über die Fahrbahn und sind weitaus schneller als mit Geschwindigkeiten zwischen 25 und 50 km/h unterwegs.

Das sieht jeder schon mit bloßem Auge: Hier wurde kräftig nachgeholfen und an der Leistung gedreht. Technisch ist das auch möglich, indem die Fahrer einige Veränderungen vornehmen. So müssen sie unter anderem die elektrische Drossel ausschalten, damit ihr Roller mehr beschleunigen kann. Außerdem sollten sie den Distanzring entfernen, um mit einer größeren Übersetzung auch eine höhere Geschwindigkeit erzielen zu können. Änderungen müssen sie zudem am gedrosselten Auspuff und am Vergaser vornehmen. Er hat nur kleine Hauptdüsen, mit denen keine große Leistung erreicht werden kann.

Zylinder, Vergaser und Kurbelwelle austauschen

Veränderungen sind also unumgänglich, wenn Sie schneller als andere mit Ihrem Roller unterwegs sein wollen. Neben technischem Verstand und Fachwissen kommen Sie meistens ohne gravierende Änderungen an Ihrem Roller nicht aus. In der Regel müssen Sie beim Scooter Tuning den mit 50 ccm Hubraum ausgestatteten Zylinder gegen einen größeren austauschen. Hier gibt es mehrere Ausbaustufen. Auch den Vergaser sollten Sie gegen einen größeren wechseln und auch die Kurbelwelle austauschen. Sie ist jetzt ja viel größeren Belastungen ausgesetzt.

Strafen nach Tuning

Durch das Tuning werden die Roller zu Flitzern. Höchstgeschwindigkeiten von 100 km/h und mehr sind keine Seltenheit, wenn der Roller frisiert ist. Jugendliche finden das cool, wobei sie sich damit auf einem unsicheren Feld bewegen. Denn Veränderungen am Roller sind nur in dem vorgeschriebenen Rahmen möglich. Zu viel Power kann drastische Folgen für die Jugendlichen haben. Gibt es Veränderungen  außerhalb der Normen in der Betriebserlaubnis, dann ist eine Abnahme durch den TÜV notwendig. Außerdem brauchen die Fahrer nach dem Frisieren meist einen Führerschein. Das wissen aber nicht alle Jugendlichen. Sie verlieren nicht nur ihren Versicherungsschutz, ihnen drohen auch hohe Strafen.

Bild: panthermedia.net Erich Teister

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