Der Sinn der Helmpflicht

Der Motorradhelm sollte immer dabei sein

Die wenigsten Motorradfahrer würden heute auf die Idee kommen, ohne einen Helm auf dem Kopf ihre Maschine zu besteigen. Zu gefährlich ist der Straßenverkehr geworden, selbst wenn man selber fehlerfrei fährt, könnten einen ja immer noch die anderen Verkehrsteilnehmer erwischen.

Wie sinnvoll diese Helmpflicht ist, zeigt das Beispiel USA. Nur in 20 von 50 Staaten (Stand 2008) gilt die Helmpflicht für Motorradfahrer, in den anderen Staaten wurde sie sukzessive abgeschafft. Dies führte dann auch direkt zu einem Zuwachs der im Verkehr getöteten Motorradfahrer um 32 Prozent – nur Tod durch Kopfverletzung. Und die Zahl derer, die sich bei einem Unfall eine Kopfverletzung zuzogen und dann im Krankenhaus behandelt werden mussten, stieg sogar um 42 Prozent.

In Deutschland und Europa ist man da strenger, gerade in Italien, dem Herkunftsland der Vespa, gibt es starke Kontrollen, ob die Helmpflicht auch eingehalten wird. Und auch in anderen Teilen der Welt legt man langsam nach, so wurde 2009 in Nigeria die Helmpflicht eingeführt. Allerdings umgehen die meisten Bewohner diese, indem sie sich Helme aus Kürbissen schnitzen.

Dies geschieht allerdings weniger aus Stil-, denn aus Geldgründen. Vor allem die armen Motorradtaxifahrer können sich in der Regel nämlich keinen Helm leisten und wenn sie sich doch einen kaufen, besteht die recht große Gefahr, dass er geklaut wird. So kommen die Fahrer vom Regen in die Traufe.

Doch eines muss man dem Kürbishelm lassen, er ist zumindest ökologisch abbaubar. Ein anderer Helm, der auch ein grünes Umweltsiegel verdient hat, ist der Helm des koreanischen Designers Wai Hoong Leng. Vorne eingelassen ist ein Windkanal, der an der Rückseite des Helms eine Turbine antreibt, welche wiederum kleine Elektrogeräte auf der Fahrt auflädt. So haben Sie immer einen vollen Handyakku dabei.